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Steuern / Einkommensteuer 
Montag, 12.02.2018

Bei der Einnahme-Überschuss-Rechnung gibt es keine Pflicht zur Vergabe lückenlos fortlaufender Rechnungsnummern

Wenn ein Unternehmer bei der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschuss-Rechnung nicht lückenlos fortlaufende Rechnungsnummern verwendet, so berechtigt dies allein nicht das Finanzamt zur Erhöhung des Gewinns durch Schätzung eines “Un”-Sicherheitszuschlags. So entschied das Finanzgericht Köln (Az. 15 K 1122/16).

Der Kläger erstellte die Rechnungsnummern seiner elektronischen Rechnungen nicht fortlaufend, sondern ausschließlich mit jeweils nur einmal vergebenen Buchungsnummern, die computergesteuert durch eine Kombination aus Veranstaltungsnummer, Geburtsdatum des Kunden und Rechnungsdatum erzeugt wurden. Das Finanzamt bemängelte, dass damit ein schwerwiegender Mangel der Buchführung vorliege, der eine Gewinnerhöhung durch einen “Un”-Sicherheitszuschlag rechtfertige.

Das Gericht gab der dagegen erhobenen Klage statt. Es bestehe weder eine gesetzliche noch eine aus der Rechtsprechung herleitbare Pflicht zur Vergabe einer Rechnungsnummer nach einem bestimmten lückenlosen numerischen System.

Das Finanzgericht hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.

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